Verwendung:
Treib-, Hüte-, Wach-, Haus- und Hofhund. Heute auch vielseitiger Arbeits- und Familienhund.
Allgemeines Erscheinungsbild:
Dreifarbiger, mittelgrosser, fast quadratisch gebauter Hund, in allen Teilen harmonisch ausgeglichen, muskulös, mit pfiffigem Gesichtsausdruck.
Wesen & Charakter:
Das Wesen des Appenzellers ist das Resultat seiner jahrhundertelangen Verwendung im Alpengebiet. Er ist sehr temperamentvoll und ausdauernd. Seine Anpassungsfähigkeit und Beobachtungsgabe für Mienenspiel und Körpersprache seines Meisters ist rassetypisch. Die harten Bedingungen in den Bergen und die teilweise schonungslose Selektion haben diese Rasse zu sehr wetterfesten, in der Ernährung unkomplizierten und wenig krankheitsanfälligen Hunden gemacht. Fremden gegenüber ist er eher misstrauisch. Durch seinen angeborenen Wach- und Schutztrieb und den eher geringen Jagdtrieb wird er Haus und Familie mit grosser Verlässlichkeit bewachen.
Der Appenzeller reagiert sehr sensibel auf ungerechtfertigtes Strafen und häufig ist er auch sehr eifersüchtig. Dies zeigt sich, wenn der Besitzer einen anderen Hund streicheln will, so drängt er sich dazwischen und will stets an erster Stelle sein.
Seine bevorzugten Eigenschaften sind wohl: Treue, Ergebenheit, Wachsamkeit, Neugierde, sein überschäumendes Temperament und seine ausgesprochen hohe Intelligenz.
Die veränderten Umwelt- und Haltungsbedingungen stellen heute an die Hunde andere Anforderungen, als an den einstigen Treib- und Hütehund. Daher wurde bereits vor Jahren eine Wesensprüfung für Zuchthunde eingeführt. Damit sollen einerseits die ursprünglichen Wesenseigenschaften weitgehend erhalten werden, andererseits aber auch den heute teilweise gossen nervlichen Belastungen, denen ein Hund ausgesetzt ist, Rechnung getragen werden. Die Zielsetzung der Rassehundezucht orientiert sich heute daher nicht mehr nur am Formwert des Hundes, sondern muss auch ein hohes Mass an Wesenssicherheit gewährleisten.
Man findet den Appenzeller vermehrt in allen Sporthundesparten wie: Lawinen-, Rettungs-, Katastrophen-, Therapie-, Schutz-, Such-, Fährten- und Familienhund, sowie im Nutzhundebereich als Blindenführhund.
Farbe/n:
Grundfarbe schwarz oder havannabraun, mit symmetrischen rostbraunen und weissen Abzeichen. Kleine rostbraune Abzeichen (Flecken) über den Augen. Rostbraune Abzeichen an den Backen, an der Brust (links und rechts, im Bereich des Schulteroberarm Gelenkes) und an den Läufen, wobei das Rostbraun stets zwischen schwarz bzw. havannabraun und weiss liegen muss. Weisse Abzeichen: gut sichtbare weisse Blesse, die vom Oberkopf ohne Unterbrechung über den Nasenrücken zieht und die Schnauze ganz oder teilweise umfassen kann. Weiss vom Kinn über Kehle ohne Unterbrechung bis zur Brust. Weiss an allen vier Pfoten. Weiss an der Rutenspitze. Weisser Nackenfleck oder halber Halsring toleriert. Durchgehender dünner weisser Halsring zwar toleriert, aber nicht erwünscht.
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