Verwendung:
Uralt wie die Geschichte des Orients ist die Geschichte des Saluki. Seit Jahrtausenden ist sein Typ in unveränderter Form bekannt und ein unentbehrlicher und hochgeschätzter Jagdgehilfe der Nomaden und Begleiter des Menschen.
Heutzutage ist der Saluki hauptsächlich ein Familienhund, der aber wie auch alle anderen Windhundrassen sich besonders für Coursings und Windhundrennen eignet.
Allgemeines Erscheinungsbild:
Die ganze Erscheinung dieser Rasse soll einen Eindruck von Anmut und Ebenmaß, großer Schnelligkeit und Ausdauer, verbunden mit Kraft und Gewandtheit vermitteln.
Den Saluki gibt es in einer befederten und in einer Kurzhaar-Varietät.
Wesen & Charakter:
Wie alle anderen Windhundrassen ist der Saluki sehr bewegungsfreudig und liebt über alles das freie Laufen, das ihm wegen der Gefahr durch Straßenverkehr, Stachelzäune und Jagdreviere nicht immer gewährt werden kann. Einen artgerechten täglichen Auslauf findet er daher auf größeren, am besten eingezäunten Wiesen, am liebsten natürlich zusammen mit einem anderen Saluki. Aber auch Joggen mit Herrchen/ Frauchen oder das angeleinte Laufen am Fahrrad begeistern einen Saluki. Am Wochenende kann man von April bis November an ca. 50 Orten in Deutschland seinen Saluki auf einer Windhund-Rennbahn oder bei einem Coursing (eine Art Zickzack-Rennen, dem natürlichen Lauf eines Hasen nachempfunden) trainieren oder an Windhundrennen teilnehmen. Wer ein sportliches Hobby in einem Verein für sich und seinen Hund sucht, findet hier schnell Anschluss und sein Saluki wird es ihm mit leuchtenden Augen nach jedem Lauf danken.
So verschieden Salukis von ihrem Erscheinungsbild her sind, so vielfältig und differenziert ist auch die Psyche des Saluki. Sein Charme, seine Sanftmut und Feinnervigkeit, seine Sensibilität, Anpassungsfähigkeit an das Leben seiner Besitzer und Intelligenz erschließen sich jedoch nur dem Menschen, der bereit und fähig ist, auf ihn einzugehen und ihn in jeder Hinsicht zu akzeptieren. Der Saluki kennt keinen hündischen Gehorsam. Auch diejenigen Hundebesitzer, die vor dem Saluki schon viele Erfahrungen mit anderen Hunden gesammelt haben, gestehen spätestens nach einem Jahr des Zusammenlebens mit ihm, dass der Saluki sich doch in vielen Punkten erheblich von anderen Rassen unterscheidet: Man muß ihn mit viel Liebe, Beobachtungsgabe und Konsequenz erziehen. Mit Härte oder Strenge, wie sie bei manch anderen Rassen für die Erziehung notwendig ist, erzielt man beim Saluki keine Erfolge. Dadurch würde vielmehr das Vertrauensverhältnis - möglicherweise für immer - zwischen Mensch und Hund empfindlich gestört. Bei einer guten Mensch-Hund-Beziehung ist aber auch das Ablegen der Begleithundprüfung für den Saluki kein Problem, denn er ist sehr gelehrig und neugierig. Es gibt inzwischen sogar Salukis, die an Agility-Wettbewerben erfolgreich und mit Vergnügen teilnehmen. Das Leben in einem Zwinger ist für einen Saluki völlig ungeeignet, er entfaltet sein Wesen nur dann, wenn er am Leben seiner Familie voll und ganz teilnehmen kann.
Farbe/n:
Faszinierendes Merkmal dieser Rasse ist die überaus große Typen- und Farbenvielfalt, die sich durch das riesige ursprüngliche Verbreitungsgebiet im Vorderen Orient erklärt. Salukis gibt es von einfarbig weiß bis mahagonirot oder mehrfarbig mit einer Zeichnung wie bei einem Grizzle oder Black and tan sowie eine Kombination dieser Farben.
Sonstige Rassebezeichnungen:
Persischer Windhund
|
|